Wie schnell Verlässlichkeit zum Erfolg führt – und wie schnell man das Vertrauen verliert

Vertrauen und Erfolg hängen sehr eng zusammen. Es ist wirklich schnell passiert. Noch vor Stunden habe ich es zuletzt beobachtet. Man hat sein Wort gebrochen, schnell werden auf der Gegenseitige lange Gesichter gezogen. Aber ich kann es verstehen! Wenn man jemandem zehntausende Euro für einen Auftrag zahlt, dann möchte man auch das Gefühl haben, dass derjenige beim Onboarding-Termin seine Versprechen aus dem Angebot hält — Und pünktlich abliefert. Das gehört zum guten Ton und macht schnell klar, wie man sein Geschäft führt. Der sog. „Halo-Effekt“ kommt zum Tragen, denn der besagt, dass eine einzelne wahrnehmbare Eigenschaft einer Person gleich die ganze Persönlichkeit voraussagt. Das ist natürlich nicht wahr, aber so funktioniert der ominöse „erste Eindruck“.
Verlässlichkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die in der Geschäftswelt sehr geschätzt wird. Wenn Menschen ihr Wort halten, stärken sie das Vertrauen, fördern stabile Beziehungen und tragen zu einer positiven Kultur bei. Doch wie lässt sich das Prinzip des „Wortes halten“ effektiv umsetzen, insbesondere in der heutigen, schnelllebigen und oft unvorhersehbaren Arbeitswelt?
1. Verlässlichkeit als Schlüssel zur Vertrauensbildung
Verlässlichkeit ist der Grundpfeiler jeder langfristigen Beziehung, sei es im privaten oder im beruflichen Kontext. Eine Studie von Caldwell et al. (2008) zeigt, dass Vertrauenswürdigkeit ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Führungskräften ist. Menschen, die ihr Wort halten, vermitteln Verlässlichkeit und Stabilität, was zu einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung führt. Vertrauen in die Fähigkeit eines Kollegen oder Vorgesetzten, Vereinbarungen einzuhalten, erhöht die Produktivität und das Engagement im Team.
2. Die Bedeutung der Kommunikation
Ein weiterer wichtiger Aspekt des „Wortes Haltens“ ist die Kommunikation. Eine deutliche und transparente Kommunikation hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Dadurch ist sichergestellt, dass die getroffenen Vereinbarungen auch richtig verstanden und dementsprechend eingehalten werden. Laut einer Untersuchung von Zenger & Folkman (2014) steigert eine offene und ehrliche Kommunikation die Glaubwürdigkeit einer Führungskraft und stärkt ihre Fähigkeit, Vertrauen innerhalb des Teams aufzubauen. Menschen, die ihr Wort halten und ihre Kommunikation entsprechend anpassen, sind in der Lage, langfristige, stabile Beziehungen zu pflegen.
3. Das Wort halten in schwierigen Zeiten
In Zeiten der Unsicherheit oder Veränderung zeigt sich wahre Verlässlichkeit. Besonders in schwierigen Situationen ist es wichtig, sein Wort zu halten, auch wenn unvorhergesehene Umstände auftreten. Das Einhalten von Versprechen unter Druck stärkt die Glaubwürdigkeit und zeigt Führungsstärke. Eine Studie von Dirks & Ferrin (2002) bestätigt, dass Führungskräfte, die ihre Zusagen auch in schwierigen Zeiten einhalten, als besonders zuverlässig wahrgenommen werden und das Vertrauen ihrer Mitarbeiter langfristig sichern, weil man sich eben wirklich auf sie verlassen kann.
4. Die Rolle von Authentizität und Konsequenz
Authentizität ist ein wesentlicher Bestandteil des „Wortes Haltens“. Menschen erkennen, wenn jemand seine Versprechen aus Eigeninteresse bricht oder sich nicht konsequent verhält. Laut Mayer et al. (1995) basiert Vertrauen auf der Wahrnehmung von Authentizität und Integrität. Menschen, die authentisch sind und ihre Zusagen konsequent einhalten, fördern eine Kultur der Verlässlichkeit und stärken ihre persönliche und berufliche Reputation.
5. Erfolgsbeispiele aus der Praxis
Viele erfolgreiche Unternehmen und Führungskräfte haben ihre Philosophie rund um das Wort Halten aufgebaut. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist Patagonia, ein Unternehmen, das seine Unternehmenswerte konsequent umsetzt und seinen Versprechungen an Kunden und Umwelt gerecht wird. Diese Verlässlichkeit hat nicht nur zu einem positiven Image beigetragen, sondern auch das Vertrauen und Erfolg gestärkt werden.
Was du tun kannst, um sofort verlässlicher wahrgenommen zu werden — Wie Vertrauen und Erfolg zusammenhängen
1. Verlässlichkeit beweisen: Konsequent liefern – auch kleine Dinge
Der wahrscheinlich offensichtlichste Punkt überhaupt: Triff Vereinbarungen, und halte sie konsequent ein. Reiche die Unterlagen rechtzeitig, also mindestens einige Stunden vor Ablauf der Deadline, ein. Aber selbst wenn es eng wird, halte die Deadline ein. Wenn 12:00 h vereinbart ist, landen die Unterlagen nicht erst um 12:05 h auf dem Schreibtisch des Empfängers, sondern um 12:00 h. Wenn du versprochen hast, dass du anrufst, tust du es auch. Damit zeigst du bereits am Anfang der Zusammenarbeit, dass du ein verlässlicher Partner bist. Umgekehrt kann man es, aus Sicht eines Vertrauten, so betrachten, da man sich zu Beginn ohnehin von der besten Seite zeigt; Wenn du jetzt schon zu unzuverlässig bist, wie soll das dann nach einigen Monaten der Zusammenarbeit werden?
2. Klar kommunizieren – und dabei bleiben
Formuliere klare, deutliche Aussagen, die bewusst wenig bis keinen Interpretationsspielraum bieten („Ich melde mich bis Mittwoch – und tue es auch“). Leere Versprechen oder vage Ausdrucksweisen sind fehl am Platz und führen nur dazu, dass man als inhaltsloser Kommunikator gesehen wirst. Du wirst sehen, dass Vertrauen und Erfolg verknüpft sind, weil dir automatisch mehr Vertrauen geschenkt wird, wenn man deinem Wort glauben kann.
3. Transparenz bei Grenzen & Fehlern
Es ist normalerweise kein Problem, wenn du mal was nicht weißt. Niemand ist allwissend, und solange du dein Kerngeschäft beherrschst, wird dir den Satz „das weiß ich gerade nicht, aber ich recherchiere das für Dich“ niemand übel nehmen; Es dir sogar hoch anrechnen, dass du die wortreiche aber inhaltsleere Selbstdarstellung vermieden hast. Auch, wenn du unsicher bist oder absehbar ist, dass du etwas nicht schaffst, werden die meisten dankbar für die offene Ansprache sein.
4. Erwartungen managen für Erfolg
Wichtiger Aspekt ist, aktiv mitzuteilen, was Teil der Vereinbarung ist, und was nicht dazu gehört. „Oh, ich dachte aber…“ ist ein Problem für dich und zeigt, dass du nicht deutlich genug kommuniziert hast, oder auf der Gegenseite Erwartungen bestanden, die du nicht antizipiert hast. Deute auch darauf hin, wo normalerweise Probleme auftauchen könnten, und wie du damit umgehen wirst.
5. Erfolgreich sein: Erreichbare Ziele stecken
Keiner wird es bemerken, wenn du einfach das Ziel, was du in drei Wochen erreichen könntest, auf 4 Wochen feststeckst. Wenn du dann früher ablieferst, umso besser. Aber nicht nur das; Plane auch mindestens 50 % Reserve in deine Zeitschätzung ein. So bist du bei spontanen Überraschungen gewappnet.
Wir haben eine Veröffentlichung der IW-Köln angehängt, Die Bedeutung von Vertrauen in Krisenzeiten. Ein sehr ansprechender, aber auch umfassender Beitrag, für alle, die sich wirklich tiefgehend mit dem Thema befassen wollen.
Mehrwert einer Zusammenarbeit mit uns
Bei PRIMEAdvisory verstehen wir die Bedeutung von Vertrauen und Erfolg im Geschäftsalltag. Wir unterstützen Unternehmen dabei, ihre internen Prozesse zu optimieren, sodass Zusagen eingehalten und das Vertrauen in die Führung gestärkt werden. Mit maßgeschneiderten Lösungen helfen wir Dir, deine Unternehmenskommunikation und -kultur so zu gestalten, dass du immer dein Wort hältst und nachhaltige Beziehungen aufbaust.
Möchtest du mit uns an deiner Zuverlässigkeit für mehr Führungsstärke arbeiten? Oder interessierst du dich mehr dafür, für deine Freunde und Kollegen ein vertrauensvoller Ansprechpartner zu werden? Wir schauen gemeinsam in einem Coaching, Vertrauen und Erfolg eng miteinander zu verknüpfen!
Quellen:
Caldwell, C., Herold, D. M., & Fedor, D. B. (2008). The Role of Trust in the Development of Leadership. Journal of Business Ethics, 82(3), 325-336.
Dirks, K. T., & Ferrin, D. L. (2002). Trust in Leadership: Meta-Analytic Findings and Implications for Research and Practice. Journal of Applied Psychology, 87(4), 611-628.
Mayer, R. C., Davis, J. H., & Schoorman, F. D. (1995). An Integrative Model of Organizational Trust. Academy of Management Review, 20(3), 709-734.
Zenger, J., & Folkman, J. (2014). The Extraordinary Leader: Turning Good Managers into Great Leaders. McGraw-Hill Education.
PRIMEAdvisory — Jeroen Jochem